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Trends 2025 bei KI- Vertragsanalyse

Geschrieben von Kathrin Perkovic | 3-apr-2025 12:54:29

Die neuesten Trends bei Large Language Models (LLMs) zeigen eine Verlagerung hin zu mehr Effizienz, fortschrittlichen KI-Agenten und einer breiteren Akzeptanz in allen Branchen. KI-Modelle werden immer kosteneffizienter und verbessern gleichzeitig ihre Fähigkeiten, insbesondere bei juristischen Anwendungen wie der Vertragsanalyse. Der Aufstieg von KI-Agenten mit Langzeitgedächtnis und autonomem Lernen verändert die Art und Weise, wie Unternehmen KI für komplexe Aufgaben nutzen. Darüber hinaus gewinnt die regionale KI-Entwicklung an Zugkraft, wobei die Daten und lokalisierte KI-Lösungen im Vordergrund stehen.

Bedeutung der Vertragsanalyse im digitalen Zeitalter

Im digitalen Zeitalter gewinnt die Vertragsanalyse durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) erheblich an Bedeutung. Traditionell war die Prüfung von Verträgen eine zeitaufwändige Aufgabe, die erhebliche personelle Ressourcen beanspruchte. Durch den Einsatz von KI können Unternehmen nun Verträge schneller und effizienter analysieren, was zu einer erheblichen Entlastung der Rechtsabteilungen führt. KI-basierte Vertrags-Software ist in der Lage, Verträge in Sekundenschnelle zu analysieren, Unternehmensrichtlinien-Verstösse zu gewichten und relevante Daten aus Klauseln wie Termine und beteiligte Parteien zu extrahieren. 

Ein weiterer Vorteil der KI-assistierten Vertragsanalyse ist die Verbesserung der Compliance und Berichterstattung. Mit dem digitalen Abspeichern von Verträgen wird der Zugriff auf Vertragsinformationen erheblich vereinfacht. Das führt in Kombination mit KI-Analysen dazu, dass Berichte schneller erstellt und Compliance-Anforderungen einfacher überwacht werden können. Dies ist besonders wichtig in stark regulierten Branchen, wo die Einhaltung bestimmter Vertragsstandards und -vorgaben entscheidend ist.

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KI in der Vertragsanalyse 2024: Welche Trends sind bekannt?

Mit den rapiden Weiterentwicklungen großer Sprachmodelle (LLMs) vervielfachen sich die Möglichkeiten der KI-gestützten Analyse exponentiell. Während sich die LLM Basismodelle im Jahr 2024 kontinuierlich verbesserten, blieben technologische Durchbrüche aus. Dennoch führte die gesteigerte Effizienz dieser Modelle zu einem geringeren Ressourcenverbrauch, was sinkende Betriebskosten ermöglichte und wirtschaftlich tragfähige Anwendungsfälle, insbesondere in der Vertragsanalyse und automatisierten Dokumentenverarbeitung, begünstigte. Hochleistungsfähige Modelle erzielten zwar herausragende Ergebnisse, sind jedoch aufgrund hoher Kosten und technischer Anforderungen derzeit nicht für den breiten Markt geeignet. Insgesamt treibt der technologische Fortschritt die Integration von KI in Unternehmensprozesse weiter voran und steigert den Nutzen KI-gestützter Analyse kontinuierlich.

Ein zentraler Entwicklungsschritt ist die Integration von KI-Agenten, die weit über klassische Chatbots hinausgehen. Sie interagieren mit APIs, analysieren E-Mails, führen Suchanfragen durch und kommunizieren mit anderen KI-Systemen. In Rechtsabteilungen automatisieren sie Vertragsprozesse, indem sie Informationen aus Dokumenten extrahieren, Klauseln anpassen und Verträge auf Compliance prüfen. Dank Langzeitspeicherung und autonomem Lernen liefern sie personalisierte, präzise Ergebnisse.

Im Rechtsbereich zeigt sich die zunehmende Akzeptanz von KI auch in der steigenden Investitionsbereitschaft in Legal Tech und Legal Startups. Domänenspezifische Modelle, die auf konkrete rechtliche Rahmenbedingungen zugeschnitten sind, gewinnen an Relevanz. Der Fokus liegt dabei zunehmend auf der Optimierung bestehender Systeme anhand von Benchmarks anstatt auf der Entwicklung neuer Modelle.

Die Rechtsbranche konzentriert sich verstärkt auf praxisnahe Anwendungen wie Vertragsprüfungen mit KI oder KI-unterstützte Legal Analytics. Ziel ist es, KI nahtlos in rechtliche Abläufe zu integrieren, um Prozesse effizienter zu gestalten, Risiken präziser zu analysieren und Vertragsabwicklungen zu beschleunigen.

Diese Entwicklungen führen zu einer zunehmend automatisierten Vertragsanalyse im digitalen Zeitalter – mit messbaren Effizienzgewinnen, Kosteneinsparungen und qualitativen Verbesserungen in der rechtlichen Bewertung.

Zukunft der Vertragsanalyse: KI-Trends in 2025

KI-Agenten

Die Weiterentwicklung von KI-Agenten wird als nächster grosser Trend erwartet, der die Automatisierung juristischer Arbeitsabläufe weiter vorantreibt. Im Gegensatz zu einfachen benutzerdefinierten GPTs werden diese fortschrittliche LLMs kombinieren, um komplexe Aufgaben wie die Erstellung von Verträgen und die Bearbeitung von Forderungen effizient zu erledigen. Juristische Prozesse bestehen aus umfangreichen Recherchen, dem Sammeln von Kundeninformationen und iterativer Kommunikation, was sie für eine einfache KI-Eingabeaufforderung zu komplex macht. Daher wird die KI-gestützte Automatisierung von Prozessen eine der grössten Herausforderungen und Entwicklungen in diesem Jahr sein. In Hamburg wird bereits diskutiert, wie Prompt Injections autonome KI-Agenten mit E-Mail-Zugriff gefährden könnten. Diese Schwachstellen könnten von externen Akteuren ausgenutzt werden, um sensible Daten wie Passwörter offenzulegen. In München arbeiten bereits Startups an Lösungen, um diese Risiken zu minimieren. Dennoch bleibt es entscheidend, dass Unternehmen Bewusstsein für diese Bedrohungen schaffen und gezieltes Risikomanagement betreiben, um den sicheren Einsatz von KI-Agenten zu gewährleisten.

Im Vergleich zu klassischen KI-gestützten Vertragsprüfungssystemen, die meist statische Texte auswerten oder einfache Vertragsklauseln analysieren, verfügen KI-Agenten über eine proaktive und dynamische Arbeitsweise. Sie können:

  • Verträge automatisiert analysieren und mit vordefinierten Kriterien abgleichen

  • Relevante Klauseln identifizieren und bewerten

  • Eigenständig Feedback und Änderungsvorschläge für Vertragsinhalte liefern

  • Direkt mit anderen Systemen wie CRM- oder ERP-Lösungen interagieren

  • Vertragsverhandlungen unterstützen, indem sie rechtliche Argumentationslinien optimieren

Diese KI-Agenten sind nicht mehr nur einfache Tools zur Texterkennung, sondern vollwertige intelligente Assistenten, die Vertragsrisiken identifizieren, Formulierungen anpassen und Entscheidungshilfen für Juristen oder Vertragsmanager bereitstellen.

Ein zentrales Merkmal der neuen KI-Agenten ist ihre adaptive Lernfähigkeit. Während frühere KI-Systeme hauptsächlich auf festen Algorithmen basierten, nutzen moderne KI-Agenten kontinuierliches maschinelles Lernen, um sich individuell an die Vertragsanforderungen eines Unternehmens anzupassen. Das bedeutet:

  • Laufende Optimierung von Klausel-Empfehlungen auf Basis bisheriger Verträge 

  • Automatisierte Anpassung An sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen 

  • Erkennen von Mustern und Fehlerquellen, um zukünftige Verträge präziser zu gestalten

Diese Art der KI kann beispielsweise Vertragsklauseln auf Regelkonformität, potenzielle Risiken und Optimierungsmöglichkeiten prüfen, indem sie Vergleiche zu bereits existierenden Verträgen oder gesetzlichen Neuerungen zieht.

Typische Einsatzbereiche umfassen:

  • Automatisierte Vertragsprüfung 

  • Optimierung von Vertragsverhandlungen mit Echtzeit-Feedback zu Klauseln

  • Integration in CRM- und ERP-Systeme zur automatisierten Vertragsgenehmigung

  • Erstellung intelligenter Vertragsentwürfe auf Basis vorgegebener Unternehmensrichtlinien

Explainable AI

Im Jahr 2025 wird Explainable AI (XAI) zu einem zentralen Bestandteil der Vertragsanalyse, indem sie die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von KI-gestützten Entscheidungen erheblich verbessert. Traditionell agierten viele KI-Systeme als "Black Boxes", deren Entscheidungswege für Anwender undurchsichtig blieben. XAI hingegen ermöglicht es, die Entscheidungsprozesse dieser Systeme offen zu legen, was insbesondere im juristischen Bereich von großer Bedeutung ist.​

Durch den Einsatz von XAI in der Vertragsanalyse können Anwälte und Rechtsabteilungen genau nachvollziehen, auf welchen Daten und Mustern KI-Modelle basieren, um bestimmte Klauseln hervorzuheben oder potenzielle  Risiken in Verträgen zu identifizieren. Diese Transparenz fördert nicht nur das Vertrauen in die Technologie, sondern ermöglicht es auch, die KI-gestützten Analysen effektiver in die juristische Praxis zu integrieren.

Ein weiterer Vorteil von XAI in der Vertragsanalyse ist die Unterstützung bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Compliance-Standards. Da die Entscheidungswege der KI nachvollziehbar sind, können Unternehmen sicherstellen, dass ihre automatisierten Prozesse den aktuellen rechtlichen Anforderungen entsprechen und bei Bedarf entsprechende Anpassungen vornehmen.​ 

Multilinguale Vertragsanalyse

​Im Jahr 2025 wird die multilinguale Vertragsanalyse durch den Einsatz fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz (KI) erheblich an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, die international tätig sind, stehen vor der Herausforderung, Verträge in verschiedenen Sprachen effizient zu verwalten und zu analysieren. Dank spezialisierter KI-Modelle können juristische Dokumente nun präzise übersetzt und deren Inhalte kontextbezogen verstanden werden.

Diese KI-Systeme nutzen fortschrittliche Natural Language Processing (NLP)-Techniken, um nicht nur den Wortlaut, sondern auch die juristischen Feinheiten und kulturellen Nuancen verschiedener Rechtssysteme zu erfassen. Dadurch wird es möglich, Risiken und Verpflichtungen in Verträgen unabhängig von der Sprache des Originals zuverlässig zu identifizieren.

Ein bemerkenswerter Fortschritt ist die Entwicklung maßgeschneiderter KI-Modelle, die auf spezifische Branchen und deren Terminologie zugeschnitten sind. Diese spezialisierten Modelle gewährleisten eine höhere Genauigkeit bei der Analyse von Verträgen, da sie die branchenspezifischen Ausdrücke und Formulierungen korrekt interpretieren können.

Die Integration von KI in die mehrsprachige Vertragsanalyse führt zu einer erheblichen Effizienzsteigerung. Prozesse, die zuvor manuell und zeitaufwendig waren, werden automatisiert, wodurch Unternehmen schneller fundierte Entscheidungen treffen können. Zudem ermöglicht die kontinuierliche Verbesserung dieser KI-Systeme durch maschinelles Lernen eine stetige Anpassung an neue rechtliche Entwicklungen und Sprachvariationen.

Juristen x KI-Tools-Anbieter 

Im Jahr 2025 gewinnt die enge Kooperation zwischen juristischen Expert:innen und KI-Technologieanbietern zunehmend an Bedeutung. Dieser Trend spiegelt das wachsende Bedürfnis wider, technologische Innovation mit tiefgreifendem juristischen Verständnis zu verbinden, um KI-Lösungen zu entwickeln, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch rechtlich belastbar sind. Ein Beispiel hierfür ist das DORA-Projekt, bei dem Anwaltskanzleien mit KI-Entwicklern zusammenarbeiten, um hochwertige, spezialisierte KI-Lösungen zu entwickeln.

Die rechtliche Praxis erfordert präzise, kontextbezogene Auswertungen von Dokumenten, Klauseln und Normen. KI allein ist dazu nur dann in der Lage, wenn sie auf realitätsnahe juristische Anforderungen trainiert wurde – genau hier setzt die Zusammenarbeit an: Jurist:innen liefern das Fachwissen, um relevante Use Cases zu identifizieren, Fallkonstellationen zu strukturieren und sicherzustellen, dass die Modelle rechtliche Nuancen verstehen und korrekt interpretieren. Gleichzeitig bringen KI-Anbieter die technische Infrastruktur, die Algorithmen und das Wissen ein, wie diese Systeme skalierbar, effizient und sicher betrieben werden können.

Diese Synergien schaffen die Grundlage für spezialisierte Legal AI-Lösungen, etwa in der Vertragsanalyse, Due Diligence oder Compliance. Anders als standardisierte Tools sind diese Systeme oft auf bestimmte Rechtsgebiete oder Branchen abgestimmt. Juristische Fachpersonen übernehmen dabei nicht nur beratende Rollen, sondern werden aktiv in den Entwicklungsprozess eingebunden – von der Konzeption bis zum Testing der Modelle.

Ein weiterer Effekt dieser Entwicklung ist die Professionalisierung von Legal Tech-Projekten. Statt Insellösungen entstehen zunehmend Plattformen, auf denen verschiedene Module – etwa KI-gestützte Klauselerkennung, Risikobewertung und automatische Änderungsroutinen – nahtlos zusammenarbeiten. Durch die Einbindung juristischer Expertise wird sichergestellt, dass diese Systeme nicht nur technische, sondern auch ethische und normative Standards einhalten.

2025 wird die Schnittstelle zwischen Recht und Technologie also nicht nur durch technologische Durchbrüche geprägt, sondern vor allem durch die Art und Weise, wie Jurist:innen und Tech-Teams gemeinsam an Lösungen arbeiten. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass Technologie nicht die juristische Arbeit ersetzt – sondern sie erweitert. Und genau darin liegt der entscheidende Wert dieser neuen, interdisziplinären Zusammenarbeit.

Digitale Ökosysteme mit KI-Power

Im Jahr 2025 erleben wir eine tiefgreifende Transformation in der Art und Weise, wie Künstliche Intelligenz (KI) in die bestehenden Ökosysteme führender Technologieunternehmen integriert wird. Diese Entwicklung zielt darauf ab, die Funktionalitäten bestehender Plattformen zu erweitern und den Nutzern innovative Werkzeuge bereitzustellen, die den Arbeitsalltag effizienter gestalten.

Ein markantes Beispiel für diese Integration ist die Erweiterung von Produktivitätssuiten um KI-gestützte Assistenten. Diese Assistenten unterstützen Anwender bei der Erstellung von Inhalten, der Datenanalyse und der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, was zu einer erheblichen Zeitersparnis führt.

Die erfolgreiche Implementierung dieser KI-Funktionen hängt maßgeblich von der Akzeptanz und Zufriedenheit der Nutzer ab. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sicherzustellen, dass die neuen Funktionen nicht nur technologisch fortschrittlich, sondern auch benutzerfreundlich und intuitiv bedienbar sind. Zudem ist es entscheidend, dass die Integration wirtschaftlich rentabel ist und einen klaren Mehrwert bietet.

Herausforderungen 

Die Integration von KI in die Vertragsanalyse bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, insbesondere in den Bereichen Kosten, Datensicherheit, Mehrsprachigkeit und Nachhaltigkeit. Ein wesentliches Problem ist die Kostenentwicklung von KI-Modellen. Während Modelle kleiner und günstiger werden, stehen große Anbieter wie OpenAI und Microsoft vor der Herausforderung, ihre Investitionen zurückzugewinnen. Ob KI-Dienste wie ChatGPT oder Copilot langfristig teurer werden, bleibt ungewiss, da kontinuierliche Updates und steigende Schulungs- sowie Betriebskosten die Preisgestaltung beeinflussen könnten. Gleichzeitig verschlechtert sich mit der Zeit die Effizienz von KI-Modellen, da sie zunehmend aus von ihnen selbst generierten Inhalten lernen, anstatt auf reale Daten zurückzugreifen. 

Wie sicher sind KI-Agenten?   

Ein Risiko sind Sicherheitsprobleme durch KI-Agenten, insbesondere durch Prompt Injections. Autonome Agenten mit E-Mail-Zugriff können von externen Akteuren manipuliert werden, wodurch sensible Daten wie Passwörter unbeabsichtigt weitergegeben werden könnten. Maßnahmen zur Datensicherheit und gezieltem Risikomanagement sind daher essenziell. 

Wie viele Sprachen spricht die KI?

Ein zentrales Hindernis ist zudem die begrenzte Mehrsprachigkeit vieler KI-Modelle. Während KI in Englisch außergewöhnlich gut funktioniert, bleibt ihre Leistung in europäischen Sprachen wie Französisch und Spanisch eine Herausforderung. Die Entwicklung von OpenGPTX als europäische Alternative zu US-Modellen ist ein wichtiger Schritt, da es mit einem höheren Anteil an deutschen, französischen und spanischen Daten trainiert wurde und sich besser für rechtliche Anwendungen in Europa eignet.

Datenschutz und KI-Regeln 

Auch Datennutzung und KI-Regulierung sind kritische Themen. Viele Nutzer setzen ChatGPT und ähnliche Tools ein, ohne sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein. In der offenen Version von KI-Systemen können eingegebene Daten für weiteres Training verwendet werden, was insbesondere für Unternehmen und Rechtsanwälte problematisch ist. Fälle, in denen unwissentlich Geschäftsgeheimnisse oder vertrauliche rechtliche Informationen in KI-Systeme eingegeben wurden, verdeutlichen die Notwendigkeit des Einsatzes sicherer Unternehmensversionen von Legal AI-Tools.

Wie korrekt ist eine KI?

Die Nutzung von KI als Rechtswissensbasis bringt zusätzliche Risiken mit sich. KI-generierte Rechtsreferenzen sind nicht immer korrekt, was bereits zu Fällen geführt hat, in denen Anwälte falsche oder erfundene Rechtsentscheidungen zitierten. Um die Zuverlässigkeit der KI-Ergebnisse sicherzustellen, ist eine Überprüfung durch externe Rechtsdatenbanken oder Suchmaschinen unerlässlich.

Gerichte und KI-Systeme 

Gerichte und Richter stehen ebenfalls vor großen Herausforderungen bei der Einführung von KI. Ein Hauptproblem sind die hohen Rechenressourcen, die für KI-Systeme benötigt werden. Viele Modelle basieren auf Cloud-Diensten wie Azure oder AWS, was durch den U.S. Cloud Act ein Datenschutzrisiko darstellt. Da Gerichte eine hochsichere, lokale Datenspeicherung bevorzugen, wächst das Interesse an kleineren KI-Modellen, die auf lokalen Cloud-Anbietern betrieben werden, um die Abhängigkeit von großen ausländischen Cloud-Infrastrukturen zu reduzieren.

Kleine, spezialisierte KI-Modelle

Wir sehen in 2025 einen Wechsel zu kleineren und spezialisierteren KI-Modelle. Das bietet nicht nur Vorteile in Bezug auf Datensicherheit und Kosten, sondern auch für die Nachhaltigkeit. Kleinere Modelle benötigen weniger Ressourcen, verbrauchen weniger Energie und sind umweltfreundlicher. Der Trend geht verstärkt in Richtung effizienterer und spezialisierterer Modelle, die Leistung, Sicherheit und Umweltbelastung in Einklang bringen, um eine effiziente und verantwortungsbewusste Nutzung von KI in der Vertragsanalyse langfristig zu gewährleisten.

Was kommt 2025? 

Legartis integriert 2025 KI-Agenten in seinem Technologie Set-up. Damit wird es möglich sein, automatisiert Contract Playbooks zu erstellen. Die händische Kreation von Vertragshandbüchern gehört damit der Vergangenheit an. Mit der Integration von KI-Agenten beschleunigt sich auch die Entwicklungszeit neuer Vertragsarten sowie Sprachen um ein Vielfaches.

Automatisierung von Contract Playbooks

Traditionell war die Erstellung von Contract Playbooks ein zeitaufwändiger und ressourcenintensiver Prozess, der juristisches Fachwissen und akribische Detailarbeit erforderte. Mit der Integration von KI-Agenten hat Legartis diesen Prozess grundlegend transformiert. Die KI analysiert bestehende Verträge, identifiziert Muster und extrahiert relevante Klauseln sowie Bedingungen. Auf dieser Basis generiert sie automatisch umfassende und präzise Playbooks, die als Leitfaden für zukünftige Vertragsverhandlungen dienen.

Beschleunigte Entwicklung neuer Vertragsarten und Sprachen

In Kürze wird durch die Implementierung von KI-Agenten nicht nur die Erstellung von Contract Playbooks automatisiert sein, sondern auch die Entwicklung neuer Vertragsarten und die Anpassung an verschiedene Sprachen erheblich beschleunigt werden. Durch maschinelles Lernen und kontinuierliche Datenanalyse wird die KI von Legartis neue Vertragsstrukturen erkennen und adaptieren. Das wird Unternehmen ermöglichen, schneller auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und Verträge effizient in mehreren Sprachen zu erstellen, ohne dabei auf Genauigkeit und Konsistenz verzichten zu müssen.